Chronik

Die Gründung des Ernstthaler Fußballvereins und seine ersten öffentlichen Wettspiele im Jahr 1919 hatten ihre Vorgeschichte in der Gründung des Ernstthaler Turnvereins 1877 und des Wintersportvereins 1905. Diese Turner, Wintersportler und andere Fußballbegeisterte Bürger Ernstthals bekamen hierdurch die Möglichkeit am Thüringer und am Deutschen Wettspielbetrieb teilzunehmen. Somit gliederte sich ab 1919 der Sportverein Ernstthal in drei Abteilungen auf, dem Turnverein, den Wintersportverein und dem Fußballverein. Die ersten öffentlichen Wettspiele führte die Mannschaft in unregelmäßigem Wettkampfverkehr untereinander und gegen andere Vereine aus Thüringen und Franken aus. Gespielt wurde zu den unterschiedlichsten Zeiten, am Sonntag, an den Abenden der Werktage, manchmal auch Frühmorgens vor Beginn der Arbeit. Zuerst wurde auf Wiesen, Wegen und auf freien Flächen im Wald gespielt, bis mit der Schenkung eines Turnplatzes am Bremenstall, welcher in vielen Stunden geebnet und hergerichtet wurde, ein regelmäßiger und organisierter Sportbetrieb begann. Aber schon 1923 musste man auf Grund des Wachsens des Glaswerkes diesen Platz räumen und bekam dafür die Flur oberhalb des Forsthauses in Ernstthal geschenkt um eine neue Sportanlage zu schaffen. Nun entstand hier, ebenfalls in mühevoller Arbeit, der Sportplatz „Am Forsthaus“, welcher ideale Voraussetzungen zur sportlichen Weiterentwicklung des Vereins bot. Zu den Pionieren des Fußballsports und dessen Entwicklung in Ernstthal, sowie beim Bau der Sportanlagen in den zwanziger Jahren, gehörten solche Sportfreunde wie Max Harres, Hugo Böhm-Casper, Karl Sauer, Edmund Müller-Aller, Alfred und Karl Huhn, Theo Böhm, Oskar Lorenz, Albin und Richard Six, Fritz und Willi Dressel, Fritz Jäger, Arno Knye, Richard und Albin Wagner, Kurt Eichhorn, Edmund, Max und Walter Griebel, um nur einige zu nennen. In der Zeit der Weimarer Republik gehörte der Fußballverein Ernstthal dem Süddeutschen Fußballverband und später dem Süddeutschen Fußball und Leichtathletikverband an. Dieser Landesverband hatte neben dem Westdeutschen Spielverband die meisten Mitglieder und stellte mit 62 % den größten Anteil im Deutschen Fußballbund. Schon allein daraus kann man ableiten, dass es im Süddeutschen Raum viele Vereine und somit auch Mannschaften gab, die in zahlreiche Klassen eingestuft waren und ein umfangreicher Spielbetrieb von statten ging. Umso beachtlicher ist es, dass der Fußballverein Ernstthal unter Trainer Harreß im Jahr 1928 den Sprung bis in die Verbandsliga schaffte und in dieser bis 1940 verbleiben konnte. Es gelang der Mannschaft stets Mittelfeldplätze zu belegen, da der Fußballverein Ernstthal immer mit großer Heimstärke aufwarten konnte. In Punktekämpfen dieser 12 Jahre wurde insgesamt nur 11 mal auf heimischem Platz verloren. Die Trikots der Ernstthaler waren in dieser Zeit schwarz und gelb gestreift. Zu den Auswärtsspielen wurde mit dem Fahrrad, Lastauto und auf dem Hänger eines Traktors angereist. In den letzten Kriegsjahren kam der Fußballsport angesichts der großen Not zum erliegen. Viele Sportler der Gemeinde Ernstthal bezahlten schon wie im 1. Weltkrieg mit Ihrem Leben. Und dennoch ging das Leben weiter. Wenige Wochen nach der bedingungslosen Kapitulation des Deutschen Oberkommandos wurde im September 1945 das erste Nachkriegsspiel im Landkreis Saalfeld/Sonneberg bestritten. In Schmiedefeld gewann Ernstthal mit 1:3. Im Jahr 1946 wurde eine kommunale Sportgruppe mit den Sparten Fußball und Wintersport gegründet. Der Spielbetrieb erschöpfte sich in dieser Zeit mit dem Aufeinandertreffen von zwei Dorfgemeinschaften oder im Rahmen eines Turniers mehrerer Mannschaften. Auch im Bezug auf Sportkleidung und Sportgeräten musste man sich selbst behelfen. So wurden neue Trikots aus rotem Fahnenstoff genäht und die Fußbälle, denen man auf dem Sportplatz nachjagte, mussten geschnürt werden. Im Südthüringer und Oberfränkischem Raum begann nun wieder ein relativ breiter Spielbetrieb. Die Ernstthaler Fußballer beteiligten sich gleich von Beginn an mit Mannschaften in der ersten und zweiten Kreisklasse sowie in der Jugendklasse des Kreises Sonneberg. Fußballer dieser Zeit waren Edgar Weschenfelder (im Tor), Heinrich Schröppa, Karl Huhn, Walter Griebel, Albin und Richard Six, Fritz Jäger, Fritz Dressel, Arno Heinz, Franz Luthardt, Fritz Müller, Rudi Scherf, Werner und Karl Volk, Wilhelm Six, Werner Schmidt, Eduart Eichhorn, Hannes Böhm-Bayer, Franz Kästner, Heini Müller-Fried, Werner Eschrich, Rudi Luthardt, Fritz Greiner, Walter Müller, Hans und Hugo Heinz, Franz Müller-Merten, Max Bäz, Rudolf Schär, Walter Knye und viele andere mehr. Die Jugendmannschaft bestand aus Sportfreunden, wie Rudolf Neubauer, Heinz Thalmeyer, Rudolf Klug, Hubert Jennrich, Albert Queck, Hans Müller-Litz, Wolfgang Weigelt, Heinz Huhn, Harry Bär, Karl Sauer, Horst Söllner, Heini Hampe, Fritz Schlöhlein, Joachim Müller-Welt, Walter Girbhardt, Fritz Jennrich, Wigbert Koch, Fritz Jäger, um einige zu nennen. Auch jugendliche Spieler aus Lauscha gehörten dieser erfolgreichen Mannschaft an. In der Zeitspanne von 1945-1949 wurde im Thüringer Fußball eine gute Organisation des Wettspielbetriebes geleistet. Die Hochburgen Lauscha und Steinach sprechen dafür. Am 01. Oktober 1948 wurde die demokratische Sportbewegung gegründet. Mit ihr entstanden Sportvereine auf der Basis volkseigener Betriebe. So erfasste auch die Entwicklung des Betriebssportes die Mehrzahl der Sportler in Ernstthal. Im Dezember 1948 wurden die ersten Schritte zur Gründung der BSG Chemie Ernstthal mit ihren Hauptsektionen Fußball und Wintersport eingeleitet. Es begann eine gute Zusammenarbeit mit dem Glaswerk Ernstthal als Trägerbetrieb, welcher für den Sport der Rennsteiggemeinde zu dieser und folgender Zeit viel bewegt hat. Die Fußballmannschaft Chemie Ernstthal beteiligte sich neben der Meisterschaft auf Kreisebene auch am erstmals ausgetragenen FDGB Pokal in Form von Ausscheidungsspielen und schied erst im Bezirksmaßstab in der 4. Runde aus. Die Ernstthaler Jugendmannschaft nahm an der Zonenjugendmeisterschaft teil und erreichte im Kreis Sonneberg einen beachtlichen 3. Platz. Der Fußballsport zählte zu dieser Zeit in Ernstthal über 80 Mitglieder. Auf dieser breiten Grundlage bildeten sich weitere Sektionen heraus, wie zum Beispiel Kegeln und Handball. Die 50-er Jahre entwickelten sich zu einem Höhepunkt in der Sportgeschichte Ernstthals. Die A-Jugend Fußballer konnten ihre Erfolgsserie fortsetzen und belegten stets vordere Plätze im Meisterschaftsgeschehen und zeigten auch gegen solche renommierten Mannschaften, wie Lauscha, Steinach und Sonneberg beachtliche Spiele im Rahmen des FDGB Pokals für Jugendmannschaften. Die erste Männermannschaft Ernstthals zählte ebenfalls in der neu geschaffenen 1. Kreisklasse des Kreises Neuhaus am Rennweg mit zu den Spitzenmannschaften in den 50-er Jahren. Der Wechsel von der Kreisklasse Sonneberg in die Kreisklasse von Neuhaus liegt begründet mit der Kreisgründung von Neuhaus 1952, die auch strukturelle und organisatorische Veränderungen im Fußballsport nach sich zog. Ab der Saison 1955/56 wurde die 1. Männermannschaft um die erfahrenen Spieler Ehrhardt, Griebel, Volk, Koch, Heinz, Luthardt, Knoth, Greiner, …mit den hoffnungsvollen Talenten der Jugendmannschaft Horst Söllner, Rudolf Neubauer, Heinz Thalmeyer, Dieter Görlitzer, Hubert Jennrich, Albert Queck, Hans Müller-Litz, Günter Böhm, Arnd Müller, Norbert Six, Rudi und Franz Böhm-Dores, Sauer und Müller-Welt ergänzt. Mit dieser Mannschaft erreichte Ernstthal erstmals den Kreismeistertitel und schaffte den Aufstieg in die Bezirksklasse. In den Jahren die Ernstthal in der Bezirksklasse spielte wurden auf dem Sportplatz am Forsthaus zahlreiche unvergessene Fußballsportliche Höhepunkte gesetzt und Zuschauerzahlen von 200 und mehr waren keine Seltenheit. Neben den Punkt und Pokalspielen führte man einer schönen Tradition folgend viele Freundschaftsvergleiche durch. Hier sei erinnert an die langjährige Sportfreundschaft mit der Sportgemeinschaft Trebbin oder auch an die Fußballvergleiche mit sowjetischen Armeemannschaften. Aber auch andere Höhepunkte sportlicher und gesellschaftlicher Natur wurden durch die Mitglieder der Sektion Fußball tatkräftig und aktiv mitgestaltet, wie die Sportfeste der Chemiearbeiter, der nationale Rennsteiglauf oder die 250 Jahrfeier der Gemeinde Ernstthal. Nach dem Abstieg aus der Bezirksklasse in die 1. Kreisklasse widmete man sich wieder verstärkt der Nachwuchsgewinnung. So begann man 1961 eine Jugend- und Juniorenmannschaft aufzubauen, aus deren Reihen dann auch Talente wieder die 1. Mannschaft stärkten. Sowohl Jugend- als auch Männermannschaften aus Ernstthal spielten im Verlauf der 60-er Jahre im oberen Tabellendrittel ihrer jeweiligen Kreisklasse mit. Im Spieljahr 1967/68 bestimmte Ernstthal wieder das Niveau der 1. Kreisklasse und konnte zum 2. mal den Kreismeistertitel erringen, den Aufstieg in die Bezirksklasse schaffte man diesmal jedoch nicht. Neu ins Leben gerufen wurde Ende der 60-er Jahre eine Alte Herren Mannschaft sowie 1971 eine Kindermannschaft. Beide Mannschaften setzten ebenso wie die Männermannschaften sportliche Akzente. Die alte Herren Mannschaft brachte Ernstthals Fußballnamen weit über die Kreis- und Bezirksgrenzen hinaus. So wurden zahlreiche Turniere und Freundschaftsspiele bestritten, unter anderem gegen den FC Carl Zeiss Jena, BSG Medizin NO Leipzig, Traktor Pulsnitz, Motor Weimar, Lok Saalfeld, Rotasym Pößneck und vielen anderen mehr. Aber auch mit Sportgemeinschaften der näheren Umgebung wurden zahlreiche Sportfreundschaften aufgebaut, die über viele Jahre gepflegt wurden. Zu erwähnen sind hier Motor Steinach, Turbine Sonneberg, Traktor Milz, Chemie Lauscha, Röhrenwerk Neuhaus, um nur einige zu nennen. Die alte Herren Mannschaft kann auf eine Vielzahl von Erfolgen verweisen, wovon zahlreiche Turniersiege, Pokalgewinne und Kreismeistertitel im Hallenfußball zeugen. In den Reihen dieser Mannschaft standen solche Sportfreunde wie Karl Volk, Dieter Görlitzer, Herrmann Böhm-Casper, Rudolf Neubauer, Harry Mauer, Wolfgang Weigel, Rudi Luthardt, Horst Poppner, Hans Bauer, Wilhelm Six, Karl-Heinz Huhn, Albert Queck, Franz Böhm-Dores, Helmut Müller um nur einige zu nennen. Die Kindermannschaft von 1971-1974 gewann 2 Silber- und 2 Bronze Medaillen innerhalb der Kreisspartakiade und wurde im Spieljahr 1972/73 Kreismeister des Kreises Neuhaus. Diese Kindermannschaft um Übungsleiter Rudolf Neubauer bzw. die spätere Jugend- und Juniorenmannschaft um Übungsleiter Herrmann Böhm-Casper errang weitere beachtliche Erfolge. Nach anfänglichen Mühen zählten die Jugendlichen zu den Spitzenmannschaften des Kreises Neuhaus, wovon ein Spartakiadesieg und weitere Medaillengewinne bei den Kreisspartakiaden zeugen. Ebenfalls bestimmte diese Nachwuchsmannschaft das Niveau des Meisterschaftsgeschehens im Kreis Neuhaus mit und konnte auch hier hervorragende Platzierungen erreichen. Spieler dieser Nachwuchsmannschaft waren Detlef Knauer, Heiko Jung, Andreas Rüger, Andreas Bock, Bert Heinz, Peter Böhm-Casper, Enrico Böhm, Peter Meier, Uwe Zitzmann, Andreas und Michael Hartung, Dirk Faber um nur einige zu nennen. Weitere Talente rückten nach, wie Michael Thalmeyer, Ronald Rüger, Kai Opitz, Veit Hoch, Heiko Bock, Bert Söllner, Jan Faber, Ronny Beck, Henry Weigel, Oliver Luthardt, Siegmar Kählig, Michael Rößner und viele andere. Ab 1976 verstärkten einige junge fußballbegeisterte Wintersportler aus Piesau die Ernstthaler Mannschaften. Zu erwähnen sind hier vor allem Reginald Müller, Wolfgang Stauche, Jürgen Weise, Heiko Horter, Uwe und Jörg Modes und Lutz Müller. Im Jahr 1979 feierte man das 60-jährige Fußballjubiläum in unserer Rennsteiggemeinde. Dieses Ereignis wurde zu einem Höhepunkt in der Geschichte des Fußballsports in Ernstthal ausgestaltet. So eröffneten die Spieler der 1. Mannschaft gegen Traktor Kutzleben eine bis heute anhaltende Fußballfreundschaft. Gleichfalls in diesem Jahr begann die Sportfreundschaft mit Zellendorf. Der Höhepunkt dieses Festes war das Spiel der alten Herren Mannschaft gegen den FC Carl Zeiß Jena mit einer Palette namhafter Spieler. Aber auch der Nachwuchs deutete in einem großen Spiel gegen Motor Steinach an, dass in den kommenden Jahren mit ihm zu rechnen ist. Dieser Nachwuchs etablierte sich dann in den beiden Männermannschaften um die Routiniers Klaus Opitz, Dietmar Weigelt, Bernd Apel, Norbert, Rolf, Axel und Holger Six, die nach kurzer Zeit in der 1. und 2. Kreisklasse des Kreises Neuhaus Spitzenmannschaften darstellten. Weitere gute Fußballer wechselten nach Ernstthal. Matthias Mauer kam von der KJS Zella-Mehlis zurück, Frank Neubauer, Herrmann Metzner, Andre, Kai und Torsten Huhn von Lauscha. An die Erfolge dieser Jahre der beiden Mannschaften um Übungsleiter Rudolf Neubauer, Sektionsleiter Herrmann Böhm-Casper und Sportfreund Wilhelm Six und Dieter Görlitzer möchte hier nochmals erinnert sein. So erkämpfte die 1. Mannschaft von 1986-1989 4 mal den Hallenkreismeistertitel und beteiligte sich an den Endrundenturnieren um die Bezirksmeisterschaft. 1984 und 1986 konnte man den FDGB Kreispokal nach Ernstthal holen und sich ebenfalls im Bezirks-Maßstab des FDGB Pokals mit höherklassigen Mannschaften messen. In den Spieljahren 1985/1986 und 1988/1989 konnte man den Titel des Vizekreismeisters erringen. Den größten sportlichen Erfolg jedoch erzielten die Ernstthaler in der Saison 1986/1987, als der Kreismeistertitel des Kreises Neuhaus erkämpft wurde. Der Aufstieg in die Bezirksklasse blieb jedoch versagt. Im letzten Aufstiegsspiel auf dem Sportplatz am Forsthaus wurde die Mannschaft durch eine skandalöse Schiedsrichterleistung um den verdienten Lohn vieler Jahre gebracht. Das Fußballspiel in Ernstthal musste weiter gehen und nicht nur dies, großes wurde vollbracht. Nicht nur auf dem Fußballfeld sondern auch beim Initiativbau Sportlerheim Ernstthal. Hier entstand unter Federführung von Sektionsleiter Herrmann Böhm-Casper, dem damaligen Bürgermeister Rolf Six und dem Trägerbetrieb VEB Glaswerk Ernstthal in 3-jähriger Bauzeit und in einem Wertumfang von 300 TM in Eigenleistung der Fußballer von Ernstthal ein neuer Sozialtrakt mit Clubraum und Versorgungseinrichtung. Gleichzeitig wurden die Umkleideräume sowie Lager- und Versorgungsräume des Altbaus rekonstruiert und ausgebaut. Auch die Bauschaffenden Günter Hoppe, Uwe Zitzmann und Bernd Apel, um nur einige zu nennen, haben einen gewichtigen Anteil an der Entstehung dieses schönen Objektes beigetragen. Die festliche Einweihung wurde am 07.10.1989 begangen. Der Fall der Berliner Mauer, die Grenzöffnung, das neue Bundesdeutsche Recht, die plötzliche Arbeitslosigkeit einiger Sportler und die Probleme des Trägerbetriebes VEB Glaswerk Ernstthal schlugen sich auch auf das sportliche Vereinsleben in Ernstthal nieder und ließen gravierende Veränderungen folgen. So machte es sich notwendig 1990 auf einer großen Mitgliederhauptversammlung, zu welcher alle Sektionen der BSG Chemie Ernstthal vertreten waren, einen neuen Vereinsnamen und einen Vereinspräsidenten zu bestimmen und die Vereinsstruktur dem neuen Recht anzugleichen. Mit großer Zustimmung wurde Andre Huhn von der Sektion Fußball zum neuen Vereinspräsidenten gewählt. Bei der Namensgebung einigte man sich auf „SV Rennsteig Ernstthal “. Der Verein wurde am 02.10.1990 unter lf. Nr. 88 beim Kreisgericht Neuhaus eingetragen und wurde mit Wirkung vom 01.01.1991 ordentliches Mitglied im Landessportbund Thüringen. Durch die Neuaufteilung der Landkreise kam Ernstthal wieder zu Sonneberg. Doch die Probleme in den einzelnen Sektionen, vor allem die finanziellen und personellen, wurden nicht weniger. Folgerichtig gliederte sich 1993 die Sektion Kegeln aus und gründete einen eigenen Verein. Andere Sektionen lösten sich ganz auf. Der Mitgliederschwund war auch beim Fußball enorm. Die 1. Mannschaft konnte in der Saison 1992-1993 trotz der allg. einsetzenden Abwanderung guter Spieler nochmals Auftrumpfen. Man wurde Herbstmeister, scheiterte aber im Frühjahr unglücklich und wurde noch von Lauscha I auf den 2. Tabellenplatz verdrängt. Die 2. Mannschaft als ihre Reserve war gerade noch spielfähig. Im Lauschaer Fußball bot sich ein ähnliches Bild. Zwar wurde eifrig und in langer Tradition guter Nachwuchs herangebildet, doch wenn man aufsteigen will, muss man sich richtig verstärken. So wurde die neu geschaffene Richtlinie des LSB zur Bildung von Spielgemeinschaften war genommen und in der Saison 1993/1994 die SG Lauscha-Ernstthal gegründet. Dieser SG war aber kein langes Dasein vergönnt. Zu groß waren die Hoffnungen bei dessen Gründung auf beiden Seiten und zu klein der Erfolg, zumal auch noch die Richtlinie der Spielgemeinschaften im Männerbereich wieder gestrichen wurde. Ab der Saison 1996/1997 ging jeder Fußballverein wieder eigene Wege. Es war ein schwerer Neuanfang. Eine 2. Mannschaft konnte nicht mehr gemeldet werden. Platzierungen im Mittelfeld der Tabelle waren schon gut. Der Abwärtstrend konnte gestoppt und einige hoffnungsvolle Neuzugänge verbucht werden. Nach und nach trug das Training Früchte und Ernstthal wurde stärker. Unter Trainer Kai Opitz konnte der SV Rennsteig Ernstthal in der Saison 2000/2001 den 1. Platz in der Kreisklasse Sonneberg erreichen und in die Kreisliga aufsteigen. In der folgenden Saison wurde schnell klar, dass die Ernstthaler nicht nur gegen gegnerische Mannschaften kämpfen müssen, sondern auch gegen „Unparteiische Schiedsrichter“ als ungeliebter Neuling des Landkreis Sonneberg. So wurden Leistungsträger durch gezielte rote Karten von der Spielfläche verbannt, mehrfach durch Elfmeterentscheidungen Spielergebnisse beeinflusst und immer versucht ein geregeltes Ernstthaler Spiel zu stören. Zu allem Ungemach brach sich Leistungsträger Horrig noch ein Bein als er gegen Steinach II den Ball im Tor versenkte und er im Anschluss mit dem herauseilenden Torwart zusammenprallte. Fakt war, dass die Ernstthaler bis auf die letzten Spiele dieser Saison nicht an ihr Leistungsvermögen der Aufstiegssaison anknüpfen konnten. Also musste man wieder absteigen und versank eine Zeit im Mittelmaß der 1. Kreisklasse. In der Saison 2006/2007 stehen die Zeichen wieder positiv. Die Mannschaft hat sich in allen Mannschaftsteilen verstärkt und sollte die Saison gut zu Ende gebracht werden, ist der Aufstieg wieder möglich. Das Jahr 2005 und 2006 brachten auch noch andere wichtige Fortschritte für den Verein. So musste ein neuer Gasofen angeschafft werden, die Duschen wurden in Eigenleistung im Winter 2006 saniert, das Dach durch die Fa. Wilfried Höhn in 2 Etappen mit Schweißbahn neu abgedichtet. Die wichtigste Entscheidung der letzten Jahre wurde im Januar 2006 getroffen. Es wurde durch die einberufene Mitgliederversammlung bei der Stadtverwaltung Lauscha Antrag auf Erwerb des Sportplatzes gestellt. Im August erfolgte der Verkauf durch den zwischenzeitlichen Eigentümer Stadt Lauscha an den SV Rennsteig Ernstthal e.V. . Der Sportplatz gehört nun wieder, wie schon vor dem 2. Weltkrieg, dem Sportverein. Als Schiedsrichter waren über viele Jahre folgende Sportfreunde für Ernstthal tätig: Max Müller-Frömmer, Max Griebel, Horst Löblich, Harry Mauer, Franz Böhm-Dores, Rolf Six, Ralf Fitzner, Veit Hoch, Kai Huhn, Max Huhn, Helmut Schultz Die Chronik wurde nach bestem Wissen und Gewissen durch Zuhilfenahme vorhandener Aufzeichnungen und der Mitarbeit von Zeitzeugen erstellt. Eventuelle Fehler und Lücken bitten wir zu entschuldigen. Alle Rechte an der Chronik obliegen beim Sportverein SV Rennsteig Ernstthal e.V. . 05/2007 D.Faber, ehem. Vereinsvorsitzender .